Häufige Fragen

Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um unsere Retreats – von der Vorbereitung über den Ablauf bis hin zur Integration danach.

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Ist das Retreat das Richtige für mich?

Für wen ist ein Retreat bei euch geeignet?

Unsere Retreats richten sich an Menschen ab 23 Jahren, die sich bewusst und in einem sicheren Rahmen mit sich selbst auseinandersetzen wollen. Du brauchst keine Vorerfahrung mit Psychedelika. Wichtiger als Erfahrung ist die Bereitschaft, dich auf einen Prozess einzulassen, der auch unbequem werden kann. Ob es für dich passt, klären wir gemeinsam: erst im kostenlosen Anmeldegespräch, dann im psychologischen Screening. Beides gehört bei uns zum Standard, für alle.

Ich habe noch nie Psychedelika genommen. Ist das ein Problem?
Nein. Ein großer Teil unserer Teilnehmenden macht bei uns die erste Erfahrung – dafür gibt es das Einstiegsformat. Du musst nichts können und nichts vorbereitet haben, was über unsere Vorbereitungsphase hinausgeht. Die Sorge, in der Gruppe „der Anfänger" zu sein, hören wir oft. In der Praxis sind die Gruppen gemischt, und niemand muss vor anderen etwas beweisen. Wenn du unsicher bist, sprich es im Anmeldegespräch an – genau dafür ist es da.
Kann ein Retreat mir bei meinem Anliegen helfen?
Das können wir dir ehrlicherweise nicht versprechen. Es gibt Hinweise aus der Forschung, dass psychedelische Erfahrungen sich positiv auswirken können – aber die Studien, die deutliche Erfolge zeigen, beruhen zu einem großen Teil auf der Kombination mit einer längeren therapeutischen Begleitung. Ein Retreat ist ausdrücklich keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung und ersetzt keine Diagnostik oder Therapie. Was wir anbieten, ist ein sorgfältig gestalteter Rahmen für eine Erfahrung, die etwas in Bewegung bringen kann. Was daraus wird, hängt auch von der Integrationsphase danach ab.
Ich bin gerade in einer instabilen Lebensphase. Soll ich trotzdem kommen?
Das ist eine Frage, die wir uns gemeinsam ansehen sollten – pauschal lässt sie sich nicht beantworten. Eine psychedelische Erfahrung wirkt wie ein Verstärker: Was da ist, wird deutlicher. Das kann hilfreich sein, in einer akuten Krise aber auch überfordern. Manchmal ist die ehrlichste Antwort, dass ein späterer Zeitpunkt der bessere ist. Schreib uns oder buch ein Anmeldegespräch und schilder deine Situation offen – wir sagen dir ehrlich, was wir denken, auch wenn das eine Absage bedeutet.
Was, wenn ihr mich ablehnt?
Das kommt vor, und es ist kein Urteil über dich. Wir haben bewusst strenge Ein- und Ausschlusskriterien, weil die Sicherheit aller Teilnehmenden für uns an erster Stelle steht. Wenn das psychologische Screening ergibt, dass eine Teilnahme für dich zu riskant wäre, erklären wir dir, warum. Hast du bereits gezahlt, erstatten wir den Betrag abzüglich einer Bearbeitungsgebühr zurück. Und wenn sich deine Situation ändert, kannst du dich jederzeit wieder bei uns melden – das meinen wir ernst.
Sprecht ihr auch Englisch? Meine Deutschkenntnisse sind nicht perfekt.
Unsere Retreats finden ausschließlich auf Deutsch statt – Vorbereitung, Zeremonien, Gruppengespräche und Integration. Wir bieten keine englischsprachigen Termine an. Wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist, du dich aber gut auf Deutsch ausdrücken und zuhören kannst, ist eine Teilnahme möglich. Sprich uns im Anmeldegespräch darauf an, damit wir gemeinsam einschätzen können, ob es für dich und die Gruppe passt.
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Gesundheit, Medikamente und Sicherheit

Ich nehme Antidepressiva. Kann ich teilnehmen?
Nicht, solange du sie einnimmst – und auch nicht direkt danach. Antidepressiva verändern das Rezeptorsystem im Gehirn, und diese Veränderung bildet sich erst über Monate zurück. In dieser Zeit bleibt die Wirkung von Psilocybin bei vielen Menschen deutlich reduziert. Wir setzen deshalb mindestens vier Monate zwischen dem Absetzen und dem Retreat voraus. Ganz wichtig: Diese Entscheidung triffst du nie allein. Ein Absetzen muss ärztlich begleitet und schrittweise erfolgen – setz nichts eigenmächtig ab. Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt und melde dich danach gern wieder.
Ich nehme andere Medikamente. Gibt es Wechselwirkungen?
Das hängt vom Wirkstoff ab. Bei MAO-Hemmern raten wir klar von einer Kombination ab, ebenso bei trizyklischen Antidepressiva und bei Lithium. Schlafmedikamente wie Mirtazapin oder Trazodon blockieren genau den Rezeptor, an dem Psilocybin wirkt, und müssen etwa eine Woche vorher pausiert werden. Bei manchen Wirkstoffen gibt es schlicht keine belastbare Studienlage – dann sagen wir dir das, statt zu raten. Trag alle Medikamente vollständig in den Screening-Fragebogen ein, auch die, die dir unwichtig erscheinen.
Kann ich mit einer psychischen Diagnose teilnehmen?

Das kommt auf die Diagnose an. Klare Ausschlusskriterien sind Schizophrenie und aktuelle Psychosen, bipolare Störungen, akute Suizidalität und aktive Abhängigkeitserkrankungen – besonders von Alkohol oder Benzodiazepinen. Das gilt auch bei familiärer Vorbelastung: Schizophrenie und bipolare Störung sind stark erblich, deshalb schließen wir bei Verwandten ersten Grades aus. Diese Grenzen ziehen wir bewusst streng, weil das Risiko real ist – nicht, weil wir dich nicht dabeihaben wollen. Bei einer behandelten Depression oder einem Burnout schauen wir individuell. Eine ausführliche Übersicht findest du in unserem Artikel zu den Ausschlusskriterien.

Ich habe eine körperliche Vorerkrankung. Was muss ich beachten?
Eine psychedelische Erfahrung ist auch körperlich fordernd – Blutdruck und Puls können steigen. Ausschlusskriterien sind unter anderem Epilepsie, unkontrollierter Bluthochdruck, bestimmte Herzerkrankungen, schwere Lungenerkrankungen sowie Schwangerschaft und Stillzeit. Bei kontrolliertem Blutdruck, Diabetes oder Schilddrüsenthemen schauen wir individuell. Auch chronische Schmerzen sind kein pauschaler Ausschluss: Psilocybin verstärkt die Wahrnehmung, was bei manchen Schmerzarten problematisch ist und bei anderen sogar günstig. Fülle den Fragebogen vollständig aus, dann klären wir deinen Fall.
Was passiert, wenn die Erfahrung schwierig wird?
Schwierige Momente gehören dazu – wir verstehen sie als wertvollen Teil des Prozesses, nicht als etwas, das es zu vermeiden gilt. Unsere Begleiter sind erfahren darin, solche Phasen zu erkennen und einfühlsam zu unterstützen: durch ruhige Präsenz, durch Ansprache und, wenn es hilft, durch Berührung oder Atemtechniken – immer im Rahmen dessen, was du vorher an Grenzen geäußert hast. Ziel ist, dir Sicherheit zu geben, damit auch schwierige Anteile durchlebt und danach integriert werden können, statt unterdrückt zu werden.
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Substanz und Recht

Mit welcher Substanz arbeitet ihr?
Wir arbeiten mit Psilocybin-Trüffeln. In den Niederlanden sind Besitz und Konsum vollständig legal – das ist der Grund, warum unsere Retreats dort stattfinden und nicht in Deutschland. Je nach Format kommen ergänzend nicht-psychedelische Elemente wie zeremonieller Kakao dazu; alles, was im Programm vorgesehen ist, ist im Preis enthalten. Während des Retreats verzichten wir auf Kaffee und schwarzen Tee, weil Koffein das Erleben spürbar beeinflusst.
Wie hoch ist die Dosis?

Es gibt bei uns keine Standarddosis für alle. Die Dosierung stimmen wir individuell mit dir ab – vor Ort, im Gespräch mit dem Team, auf Basis dessen, was wir über dich wissen und was du dir vorstellst. Wenn du dich grundsätzlich mit Dosierungen beschäftigen möchtest, findest du ausführliche Informationen in unseren [Guides] (https://www.setandsetting.de/psychedelika). Für das Retreat selbst musst du dich damit nicht auskennen – das übernehmen wir.

Ist das legal – auch für mich als Person aus Deutschland?
Ja. Unser Angebot ist zu 100 % legal. Die Retreats finden ausschließlich in den Niederlanden statt, wo Besitz und Konsum von Psilocybin-Trüffeln erlaubt sind – genau deshalb sind wir dort und nicht in Deutschland. Für dich heißt das: Du reist an, alles Weitere passiert innerhalb dieses Rahmens, und du musst dich um nichts kümmern. Nur eines ist wichtig: Nimm nichts über die Grenze mit. Das wäre auch gar nicht nötig, denn alles, was du brauchst, ist vor Ort Teil des Settings.
Verkauft ihr Substanzen oder sagt ihr mir, wo ich welche bekomme?

Nein. Wir verkaufen keine Substanzen und geben auch keine Bezugsquellen weiter. Beim Retreat stellt sich die Frage nicht: Die Trüffel sind Teil des Settings vor Ort und im Preis enthalten. Wenn du dich unabhängig davon informieren möchtest, findest du eine hier eine Übersicht zu legalen Substanzen im deutschsprachigen Raum.

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Anmeldung, Termine und Plätze

Wann sind die nächsten Termine?
Die aktuellen Termine findest du immer auf den Seiten der jeweiligen Retreat-Formate. Wir veröffentlichen neue Termine mehrmals im Jahr, meist einige Monate im Voraus. Wenn gerade kein Termin passt oder du zwischen Formaten schwankst, schreib uns – wir sagen dir, was als Nächstes ansteht und wo noch Bewegung ist.
Sind noch Plätze frei?
Das steht auf der Terminseite beim jeweiligen Retreat. Weil die Gruppen bewusst klein bleiben, sind beliebte Termine oft früh ausgebucht. Reservieren können wir Plätze nicht – ein Platz ist erst mit der verbindlichen Buchung deiner. Wenn dein Wunschtermin voll ist, schreib uns trotzdem: Wir melden uns, sobald kurzfristig etwas frei wird, und nennen dir Alternativen.
Wie melde ich mich an?
In vier Schritten. Erstens buchst du ein kostenloses Anmeldegespräch – etwa 20 Minuten, in denen wir uns kennenlernen und deine Fragen klären.
Zweitens meldest du dich an und bekommst Buchungsbestätigung und Rechnung. Drittens folgt nach Zahlungseingang das psychologische Screening: ein Fragebogen und ein Gespräch mit einer Psychologin aus unserem Team.
Viertens erhältst du die finale Bestätigung deines Platzes. Erst danach beginnt die eigentliche Vorbereitung.
Ist das Anmeldegespräch schon eine Zusage?
Nein. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich – für dich wie für uns. Du bist danach zu nichts verpflichtet, und wir sagen dir ehrlich, wenn wir den Eindruck haben, dass es gerade nicht passt. Viele nutzen das Gespräch einfach, um Fragen loszuwerden, die sich per Mail schlecht klären lassen. Ob du danach buchst, entscheidest du in Ruhe.
Kann ich meinen Termin verschieben?
Ja, einmalig – und mit mindestens sechs Wochen Vorlauf. Melde dich so früh wie möglich, dann suchen wir gemeinsam einen neuen Termin. Bei kurzfristigeren Anfragen können wir eine Umbuchung nur realisieren, wenn wir deinen Platz anderweitig besetzen können; gelingt das nicht, gilt die Buchung als Stornierung zu den regulären Bedingungen.
Kann ich zu zweit oder mit meinem Partner kommen?
Ja, das ist möglich und kommt regelmäßig vor – als Paar, mit Freundinnen oder Geschwistern. Jede Person meldet sich einzeln an und durchläuft das Screening für sich, weil wir jede Eignung unabhängig beurteilen. Überlegt euch vorher, ob ihr die Erfahrung tatsächlich gemeinsam machen wollt: Manche entscheiden sich nach dem Anmeldegespräch bewusst dafür, getrennt zu fahren. Wenn ihr ein privates Retreat für eure Gruppe wollt, sprecht uns an.
Geht das auch allein, ohne Gruppe?
Ja – das ist unser Privates Retreat. Es ist für Menschen gedacht, die sich in Gruppen unwohl fühlen oder den vollen Fokus auf ihren eigenen Prozess wollen. Der Ablauf: Beratungsgespräch, psychologisches Screening, zwei vorbereitende Online-Sitzungen, dann die Reise in einer privaten Unterkunft in den Niederlanden mit persönlicher Begleitung, am Folgetag Integration vor Ort. Fünf weitere Online-Integrationssitzungen sind optional dazubuchbar. Buchbar auch für kleine Gruppen bis sechs Personen.
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Preis und Zahlung

Was kostet ein Retreat?

Die aktuellen Preise stehen bei den jeweiligen Formaten auf unserer Website – sie unterscheiden sich nach Dauer und Format. Im Preis enthalten sind das mehrstufige Screening, die Begleitung durch unser Team, die Übernachtung im Einzelzimmer, vegane Vollverpflegung sowie die Gruppengespräche in der Vorbereitungs- und Integrationsphase. Unsere Preise sind All-inclusive: Vor Ort kommen keine weiteren Kosten auf dich zu.

Warum kostet das so viel?
Das ist eine faire Frage, und wir beantworten sie offen: Rund 65 % der Kosten entstehen unmittelbar vor Ort – Unterkunft, Verpflegung, Anreise und Honorare unseres Begleitungsteams, das für eine kleine Gruppe da ist. Dazu kommt alles, was du nicht siehst: das psychologische Screening für jede Person, die Gruppengespräche über acht Wochen und die Vor- und Nachbereitung. Wir kalkulieren knapp. Was wir dafür nicht tun, ist an der Betreuung zu sparen.
Kann ich in Raten zahlen?
Ja. Ratenzahlung ist bei uns möglich, und zwar ohne Mehrkosten für dich – etwaige Gebühren übernehmen wir. Wie die Raten aufgeteilt werden, vereinbaren wir individuell; in der Praxis sind zwei bis vier Raten üblich. Der Einzug läuft über einen Zahlungsdienstleister per Lastschrift. Sprich uns einfach an.
Gibt es Ermäßigungen?
Individuelle Rabatte können wir nicht anbieten – auch nicht in finanziell schwierigen Situationen. Das ist keine Härte, sondern eine Folge der knappen Kalkulation: Ein Nachlass für eine Person müsste von allen anderen mitgetragen werden. Was es gibt, sind zeitlich begrenzte Aktionen und gelegentliche Frühbucher-Konditionen. Die kündigen wir über unseren Newsletter an. Wenn der Preis das Hindernis ist, ist die Ratenzahlung meist der bessere Weg.
Was passiert, wenn ich absagen muss?
Melde dich so früh wie möglich. Innerhalb von 14 Tagen nach deiner Buchung kannst du kostenfrei zurücktreten, sofern das Retreat mehr als 30 Tage später beginnt – das ist eine Kulanzregelung von uns, ein gesetzliches Widerrufsrecht gibt es bei Veranstaltungen mit festem Termin nicht. Danach gilt gestaffelt: bis 90 Tage vorher 20 % der Gebühr, zwischen 30 und 89 Tagen 50 %, weniger als 30 Tage vorher 100 %. Können wir deinen Platz nachbesetzen, reduziert sich der Betrag entsprechend.
Kann ich mich gegen eine Absage absichern?
Ja, und wir empfehlen es bei einer Buchung, die weit im Voraus liegt. Es gibt eine Reiserücktrittsversicherung, die speziell Seminare und Retreats abdeckt – sie greift bei unerwarteter Erkrankung, Unfall, Schwangerschaft oder Jobverlust und übernimmt neben den Retreat-Kosten auch An- und Rückreise. Abschließen kannst du sie bis 30 Tage vor Beginn, als EU-Bürger:in. Wir bekommen dafür keine Provision – wir empfehlen sie, weil unsere Stornobedingungen kurzfristig streng sind.
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Ablauf: die acht Wochen und die Tage vor Ort

Wie läuft der gesamte Prozess ab?
Ein Retreat bei uns ist kein verlängertes Wochenende, sondern ein Prozess über etwa acht Wochen. In den ersten Wochen läuft alles online: Anmeldegespräch, psychologisches Screening, Vorbereitungskurs und Gruppengespräche, in denen ihr euch als Gruppe schon kennenlernt. Dann folgt das Retreat vor Ort in den Niederlanden. Danach geht es online weiter mit der Integrationsphase – dort geht es darum, das Erlebte in deinen Alltag zu übersetzen. Genau dieser Teil entscheidet oft darüber, was von der Erfahrung bleibt.
Wie sieht ein Tag vor Ort aus?
Das Retreat beginnt am Anreisetag um 12:00 Uhr. Nach dem Willkommensessen lernst du die Gruppe im Sharing-Zirkel kennen, es folgen Einzelgespräche und am Nachmittag Breathwork. Der Zeremonietag beginnt schweigend mit Meditation, danach Gruppenarbeit und Yoga; die Psilocybin-Zeremonie startet gegen Mittag. Der Abend danach gehört dir – malen, schreiben, schlafen, reden oder schweigen. Beim viertägigen Format folgt ein ganzer Integrationstag mit Zirkel und Einzelgesprächen, beim dreitägigen der Abschluss-Zirkel am Morgen. Abreise ist jeweils um 14:00 Uhr.
Wie bereite ich mich vor?
Du bekommst von uns einen Vorbereitungskurs mit Videos, Übungen und Materialien, dazu Gruppengespräche mit den anderen Teilnehmenden. Der wichtigste Teil ist deine Intention – also die Frage, warum du diese Reise antreten willst. Wir zeigen dir, wie du sie findest und wie sie sich von einer Erwartung unterscheidet. Denn Erwartungen an eine psychedelische Reise lassen sich praktisch nie erfüllen: Psilocybin verstärkt, was da ist, aber es lässt sich nicht steuern. Außerdem empfehlen wir ab etwa zwei Wochen vorher eine tägliche Meditationspraxis.
Muss ich vorher auf etwas verzichten?
Ja, ein paar Dinge. Lass in den Tagen vor dem Retreat alle Substanzen weg – Alkohol, Cannabis, Microdosing, andere Psychedelika – damit es keine Wechselwirkungen gibt. Wenn du viel Kaffee trinkst, reduziere schrittweise: Vor Ort gibt es keine koffeinhaltigen Getränke, und ein Entzug mitten im Retreat ist unangenehm. Verzichte außerdem auf Nachrichten und aufwühlende Filme, und hör spätestens eine Woche vorher auf, über Trüffel zu recherchieren. Bei der Ernährung musst du nichts beachten – iss wie immer.
Muss ich sonst noch etwas beachten?
Plane keine Dinge ein, die körperliche Nachwirkungen haben: kein frisches Tattoo oder Piercing in der Woche davor, kein extremer Muskelkater, und medizinische Eingriffe mit Heilungsphase entweder deutlich vorher oder erst danach. Der Grund ist derselbe wie überall: Psilocybin verstärkt auch körperliches Empfinden. Falls du dich impfen lässt, tu das nicht unmittelbar vor dem Retreat – manche fühlen sich danach ein paar Tage grippig.
Was passiert nach dem Retreat?
Nach dem Retreat beginnt die Integrationsphase – bei uns heißt sie MOSAIK, unser Integrations-Coaching. Über mehrere Wochen begleiten wir dich online dabei, das Erlebte einzuordnen und in deinen Alltag zu übersetzen. Dazu gehören Gruppengespräche und Materialien, die dir helfen, dranzubleiben, wenn der Alltag zurückkommt. Diese Phase ist Teil des Retreats und nicht optional dazubuchbar – aus unserer Sicht ist sie der Teil, in dem sich entscheidet, was von der Erfahrung bleibt.
Kann ich die Integrationsphase auch einzeln buchen?
Ja. MOSAIK, unser Integrations-Coaching, ist auch unabhängig von einem Retreat buchbar – zum Beispiel, wenn du eine psychedelische Erfahrung woanders gemacht hast und sie in Ruhe einordnen möchtest. Es geht dabei um dasselbe wie in der Integrationsphase nach unseren Retreats: verstehen, was passiert ist, und daraus etwas mitnehmen, das im Alltag trägt. Schreib uns, wenn du wissen möchtest, wann die nächste Runde startet.
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Ort, Anreise und Unterkunft

Wo findet das Retreat statt?
Unsere Retreats finden in den Niederlanden statt – hauptsächlich im Transitium ZeeVELD in Castricum, gelegentlich im New Eden Retreat Center. Beide liegen im Grünen und abseits von Trubel. Welches Center für deinen Termin vorgesehen ist, steht bei der Terminbeschreibung. Die genaue Adresse und alle Details zur Anreise bekommst du nach deiner Buchung.
Wie komme ich dorthin?
Mit dem Auto ist es am einfachsten – direkt am Center gibt es einen kostenlosen Parkplatz, von dort sind es etwa 200 Meter zu Fuß. Mit der Bahn fährst du bis Castricum; von dort bringt dich werktags die Buslinie 164 in sechs Minuten fast bis vor die Tür. Zu Fuß wären es rund 45 Minuten, und am Bahnhof stehen keine Taxis – Uber funktioniert aber. Fliegst du, lande in Amsterdam Schiphol; von dort sind es etwa 30 Autominuten. Nach der Buchung bekommst du ein Anreisedokument mit allen Details.
Wann genau soll ich ankommen?
Das Retreat startet pünktlich um 12:00 Uhr, einchecken kannst du ab 11:00 Uhr. Bitte komm nicht früher – wir brauchen den Vormittag für die Vorbereitung. Eine Übernachtung im Retreat-Center am Vorabend ist nicht möglich; wenn du weit anreist, buch dir bitte eigenständig etwas in der Umgebung. Und wenn du doch zu früh da bist: Ganz in der Nähe gibt es ein nettes Restaurant für einen Tee. Fliegst du an, sollte deine Maschine vor 09:30 Uhr landen und der Rückflug frühestens um 18:00 Uhr gehen.
Wie wohne und esse ich vor Ort?
Du bekommst ein Einzelzimmer – das ist bei uns Standard und im Preis enthalten, kein Aufpreis. Die Verpflegung ist vegan und vollständig; alle Mahlzeiten während des Retreats sind dabei. Unverträglichkeiten und Allergien fragen wir vorher ab und geben sie an die Küche weiter. Im Retreat-Center gibt es außerdem eine Sauna und ein Eisbad, die du in den freien Zeiten nutzen kannst – mit oder ohne Badekleidung, das entscheidest du.
Was muss ich mitbringen?
Bequeme Kleidung, in der nichts einschneidet und die du leicht an- und ausziehen kannst, dazu Yoga-Kleidung und einen warmen Pullover. Wichtig: rutschfeste Socken für die Zeremonie. Außerdem Hygieneartikel, Schuhe zum leichten Ausziehen, ein Tagebuch mit Stift und, wenn du magst, Badekleidung – vor Ort gibt es Sauna und Eisbad. Handtücher, Bettwäsche, Yoga-Matte und Schlafmaske stellen wir. Persönliche Gegenstände, die dich an deine Intention erinnern, sind ausdrücklich willkommen.
Bin ich während des Retreats erreichbar?
Nein, und das ist Absicht. Wir machen gemeinsam einen Digital Detox: Nach deiner Ankunft gibst du dein Handy bei uns ab und bekommst es am Abreisetag zurück. Das klingt erst mal ungewohnt, ist aber einer der Gründe, warum die Tage so intensiv werden. Für den Notfall sind deine Angehörigen abgesichert: Sie erreichen uns jederzeit über den Lead-Facilitator, der vor Ort ist. Die Nummer bekommst du vor dem Retreat, sodass du sie weitergeben kannst. Ein Tipp: Schau vorher nach, wie dein Handy ausgeht, und merk dir deine PIN.
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Gruppe und Begleitung

Wie groß ist die Gruppe?
In Zeeveld sind es maximal 14 Teilnehmende. Das ist bewusst klein gehalten, damit vier Guides wirklich für jede Person da sein können und niemand in der Gruppe untergeht. Im New Eden Retreat Center sind die Gruppen größer – wie groß genau, hängt vom Termin ab und steht bei der jeweiligen Terminbeschreibung. Auch die Community-Retreats finden in größerer Runde statt; das ist der Grund, warum wir sie günstiger anbieten können.
Wer begleitet uns vor Ort?
Bei den Gruppen-Retreats sind vier Guides für die Gruppe da – beim drei- wie beim viertägigen Format. Dazu kommen psychologisches und ärztliches Fachpersonal: darunter eine Heilpraktikerin für Psychotherapie mit über 15 Jahren Erfahrung, ein Gestalt- und Körperpsychotherapeut mit Schwerpunkt Integration und ein Facharzt mit Erfahrung in Psychiatrie und Psychosomatik, der seit 2016 mit Psilocybin arbeitet. Während der Zeremonie ist immer jemand da; niemand bleibt allein. Wer bei deinem Termin dabei ist, erfährst du in der Vorbereitungsphase.
Wer nimmt sonst noch teil?
Die Gruppen sind gemischt – nach Alter, Geschlecht und Vorerfahrung. Formate nur für Männer oder nur für Frauen bieten wir nicht an. Die meisten kommen allein und kennen vorher niemanden. Was fast alle teilen, ist ein konkretes Anliegen und die Bereitschaft, sich darauf einzulassen. Ihr lernt euch in den Vorbereitungsgesprächen online kennen, bevor ihr euch vor Ort begegnet.
Kann ich mir wünschen, von wem ich begleitet werde?
Eine feste 1:1-Begleitung gibt es in den Gruppen-Retreats nicht – das Team begleitet gemeinsam alle Teilnehmenden. Deine Wünsche, Bedürfnisse und Grenzen kannst du vor Ort aber jederzeit ansprechen, gerade was Berührung und Nähe während der Begleitung angeht. Darauf gehen wir so gut wie möglich ein. Persönliche Grenzen bei Berührung werden grundsätzlich respektiert; eine Ausnahme sind nur Situationen, in denen die Gesundheit oder Sicherheit von dir oder anderen betroffen ist. Wenn du eine durchgehend individuelle Begleitung möchtest, ist das Private Retreat der passende Rahmen.
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Die Ausbildung LUMINARY

Was ist LUMINARY?
LUMINARY ist unser Ausbildungsprogramm für psychedelische Begleitung – ein Programm über mehrere Wochen mit wöchentlichen Live-Online-Modulen und einem mehrtägigen Praxis-Retreat. Du lernst dort, was es braucht, um Menschen sicher und verantwortungsvoll durch eine psychedelische Erfahrung zu begleiten: Vorbereitung und Haltung, Gestaltung des Settings, Integration, Substanzkunde, Ethik und der Umgang mit herausfordernden Erfahrungen. Das Programm läuft auf Deutsch.
Wann startet die nächste Runde?
Die Ausbildung startet in Runden, üblicherweise im Frühjahr. Sobald ein Termin feststeht, veröffentlichen wir ihn und geben die Anmeldung frei. Wenn noch nichts feststeht, sagen wir dir das ehrlich und melden uns, sobald wir mehr wissen – schreib uns dafür einfach kurz.
Für wen ist die Ausbildung gedacht?
Für Coaches und Therapeut:innen, die ihre Arbeit um psychedelische Begleitung erweitern wollen, für Menschen mit eigener psychedelischer Erfahrung, die tiefer einsteigen möchten, und für alle, die andere im privaten Rahmen sicher begleiten wollen. Was du mitbringen solltest, ist die Bereitschaft zu ehrlicher Selbstreflexion und zum Lernen in einer Gruppe. Ob es passt, klären wir in einem kostenlosen Beratungsgespräch.
Ist das Beratungsgespräch schon eine Anmeldung?
Nein. Wenn du ein Gespräch buchst, ist das keine Zusage – du bekommst zwar eine Buchungsbestätigung für den Termin, hast danach aber alle Freiheit. Genau diese Frage erreicht uns oft, deshalb sagen wir es deutlich: Erst das Gespräch, dann entscheidest du in Ruhe.
Muss ich für die Ausbildung auch durchs Screening?
Ja. Weil zum Programm ein mehrtägiges Praxis-Retreat mit eigener Erfahrung gehört, durchläufst du dasselbe psychologische Screening wie Retreat-Teilnehmende – Fragebogen und Gespräch mit unserem Psychologen-Team. Das findet nach deiner Anmeldung statt. Solltest du aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen können, erstatten wir den gezahlten Betrag abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 150 Euro.