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10 Fakten über Trüffel-Retreats

Erfahre 10 interessante und unerwartete Fakten über Retreats mit psilocybinhaltigen Trüffeln.

In diesem Artikel erfährst du in Kurzfassung alles Wichtige, was du über Trüffel-Retreats wissen musst. Falls du dir noch nicht sicher bist, ob ein psychedelisches Retreat das Richtige für dich ist, lies dir die Fakten genau durch und folge den Verlinkungen für weiterführende Informationen.

FAKT 1: Sie optimieren deine psychedelische Erfahrung. 

Psychedelika, wie auch das in Zaubertrüffeln enthaltene Psilocybin, können ein sehr hilfreiches Werkzeug für deine achtsame Persönlichkeitsentwicklung sein. 

Um aber wirklich einen Nutzen aus einer psychedelischen Erfahrung ziehen zu können, bedarf es den richtigen Umgang mit der jeweiligen Substanz und einige Faktoren, die es zu beachten gilt. 

Die wichtigsten dieser Faktoren sind:

  • die Wahl der Substanz
  • eine gute Vorbereitung
  • die richtige Dosierung
  • eine optimal ausgerichtete Denkweise bzw. Mentalität (Set)
  • die passende Umgebung (Setting)
  • eine gelungene Integration

Bei allen genannten Punkten kannst du dir auf einem angeleiteten Retreat, sofern es vertrauensvoll und von erfahrenen Guides und Veranstaltern begleitet wird, sicher sein, dass diese im Sinne jeden Teilnehmers und jeder Teilnehmerin bestmöglich und kompetent ausgeführt werden. 

Der Rahmen eines Trüffel-Retreats eignet sich dabei sowohl für “Newbies” auf dem Gebiet von Psychedelika, die mit einer ersten Psilocybin-Erfahrung starten wollen, als auch für routinierte Konsumenten, die noch tiefer eintauchen wollen.

Eine Studie aus dem Jahr 2019 konnte belegen, dass ein Gruppen-Retreat mit Psilocybin vor allem in Verbindung mit einer Achtsamkeitspraxis zum psychologischen Wohlbefinden und zu positiven Veränderungen im psychosozialen Bereich führen kann [1].

FAKT 2: Sie gehen Ursachen auf den Grund.

In unserem “normalen” Bewusstsein schauen wir die Dinge häufig einzeln oder getrennt voneinander an. Damit ist gemeint, dass wir uns auf bestimmte Aspekte, wie z.B. die Gesundheit, persönliche Beziehungen, berufliche Sorgen etc. fokussieren und andere Teile unserer Persönlichkeit jeweils beiseiteschieben. Eine psychedelische Erfahrung kann dir die Möglichkeit geben, eine neue Perspektive auf dein Selbst und deine Lebenssituationen zu schaffen. Sie hilft dir dabei, tief in dein Innerstes zu schauen und die vielen kleinen “Baustellen” in einem größeren Kontext zu begreifen. 

Dabei sind Zaubertrüffel jedoch kein “Quick-Fix”, bei dem nach einmaliger Einnahme die Probleme verschwinden, sondern lediglich ein Werkzeug mit großem Potenzial die Ursachen dieser “Baustellen” auf eine andere Weise zu begreifen und anzugehen.

Auf einem Retreat hast du die Möglichkeit, die gemachten Einsichten deiner Erfahrung mit deinen Mitmenschen zu teilen und sie gleichzeitig besser zu verstehen und zu integrieren.

FAKT 3: Vorbereitung und Integration sind die Schlüssel.

Da der Konsum von Trüffeln allein nicht ausreicht, um vorteilhafte Änderungen unserer persönlichen Denkmuster und Verhaltensweisen zu erzielen, legen die meisten Veranstalter psychedelischer Retreats viel Wert auf eine ideale Vor- und Nachbereitung des Erlebten.

Ein Vorbereitungskurs ist dazu da, deine Mentalität bzw. Mindset schon im Vorhinein so auszurichten, dass du für die “Reise” eine gewisse Grundlage und Stabilität mitbringst und du dir mithilfe einer Intention einen Anker schaffst, der dich während der Erfahrung leitet. 

Die Vorbereitung dient zugleich dem Aufbau von einem Gefühl der Sicherheit. Mit unterschiedlichen Methoden, wie z. B. speziellen Meditationen, schaffst du bestenfalls Vertrauen in die Guides, die Substanz und in dich selbst.

Die Integration in der Zeit nach der Erfahrung spielt eine sehr große, wenn nicht die wichtigste Rolle, wenn es darum geht, einen wirklich nachhaltigen Nutzen aus der Retreat-Erfahrung zu ziehen. Für diese werden den Teilnehmern weitere Methoden an die Hand gegeben. Eine geeignete Auswahl fällt sehr individuell aus und jeder muss für sich herausfinden, welche Praktiken für ihn oder sie am hilfreichsten sind. 

Tiefgründige Gespräche innerhalb der Gruppe sind für die meisten eine große Unterstützung und werden von vielen Retreats als sogenannte Integrationsrunden organisiert. 

FAKT 4: Die Sicherheit aller geht vor.

Damit die Erfahrung mit Psilocybin für niemanden negative Auswirkungen hat, wird auf mehrere Faktoren besonderen Wert gelegt. Zum einen unterliegen die Anmeldungen bei fast allen Retreats Ein- und Ausschlusskriterien, um sicherzugehen, dass keine Kontraindikationen bestehen und niemand dabei ist, für den der Konsum von Trüffeln nicht geeignet ist.

Zum anderen sind es kompetente und vertrauensvolle Veranstalter, Guides und Fachpersonal, die den sicheren Rahmen bieten und in der Lage sind, jeder aufkommenden Situation adäquat zu begegnen. Hier kommt es vor allem auf ein breites Spektrum an Erfahrungen sowie Empathie, Achtsamkeit und Respekt aller Teilnehmenden gegenüber an. 

Häufig sind zumindest während der psychedelischen Zeremonie Psychologen oder medizinisches Fachpersonal dabei, denn nicht zuletzt ist es gerade das geschaffene Gefühl der Sicherheit, welches das benötigte Vertrauen innerhalb der Gruppe aufbringt, um eine tiefgreifende Erfahrung zu machen. 

FAKT 5: Sie können persönliches Wachstum beschleunigen. 

Ohne Zweifel können alle Vorteile, die eine psychedelische Erfahrung mit sich bringt, auch ohne Konsum jeglicher Substanzen erreicht werden. Perspektivwechsel, Vertiefung von Beziehungen, die Verbindung zu sich selbst und der Natur sind alles Dinge, die mit Methoden der Achtsamkeit, Disziplin und Durchhaltevermögen zu erreichen sind.

Durch die einzigartige Wirkung von Psilocybin, insbesondere auf neuronaler Ebene, können Trüffel jedoch als eine Art Katalysator gesehen werden, die bei einer intentionalen Verwendung durchaus zu schnelleren Ergebnissen in allen genannten Bereichen führen können. 

Eine neuere Studie gibt Hinweise darauf, dass Psilocybin zu langanhaltenden neuen Verbindungen im Gehirn führen und sich somit somit positiv auf bestimmte Verhaltensmuster auswirken kann [2].

FAKT 6: In den Niederlanden sind sie vollkommen legal.

Dieser Fakt spricht für sich und kann unangezweifelt gelesen werden. Alle in den Niederlanden angebotenen Trüffel-Retreats dürfen mit bestem Gewissen durchgeführt werden, da psilocybinhaltige Trüffel im Gegensatz zu den ähnlich wirkenden Pilzen einen Sonderstatus im niederländischen Gesetz einnehmen. Während sie in vielen Länder (wie auch in Deutschland) weiterhin verboten sind und die Verwendung strafbar, sind sie in den Niederlanden als Genussmittel deklariert und können in entsprechenden Läden frei gekauft werden. 

Dies erleichtert sämtlichen Retreat-Veranstaltern den Erhalt von vertrauenswürdiger Ware aus legalen Quellen und gewährleistet dementsprechend eine sichere und präzise Dosierung für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

FAKT 7: Die Atmosphäre ist einzigartig. 

Ob mit oder ohne psychedelische Erfahrung, ein Retreat ist stets eine Auszeit vom Alltag und eine Möglichkeit, dich für ein paar Tage oder Wochen von deiner gewohnten Umgebung zurückzuziehen. Um dir diesen Rückzug vom alltäglichen Stress zu erleichtern, finden Retreats meistens an sehr besonderen Orten statt und sind umgeben von wunderschöner Natur. 

Gerade ein psychedelisches Retreat, welches herausfordernde Situationen und zu verarbeitende Konfrontationen mit sich bringen kann, braucht eine Wohlfühlatmosphäre, die dazu einlädt, den Fokus auf sein Innerstes zu legen. 

Meistens bietet ein Trüffel-Retreat also genügend Platz für Selbstreflexion und Introspektion, ohne sich dabei alleine fühlen zu müssen

FAKT 8: Die Gruppe birgt ungeahnte Vorteile.

Das Besondere an einem Gruppen-Setting ist die Verbundenheit und das Zusammengehörigkeitsgefühl, welches sich über die gemeinsamen Tage verstärkt und mitunter für den Integrationsprozess eine tragende Rolle einnimmt. Durch ähnliche Absichten und Ziele, mit denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Retreat kommen, erhält die Kommunikation untereinander sehr schnell eine besondere Tiefgründigkeit. Sobald ein Gruppenmitglied beginnt, sich gegenüber der Gruppe zu öffnen, erlaubt er jedem weiteren Mitglied das Gleiche zu tun. Eine Studie konnte belegen, dass dieses ehrliche Teilen von Erkenntnissen, Ängsten oder gar schambehafteten Themen einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden hat [3]. 

In diesem Blog-Post erfährst du weitere Vorteile, die ein Gruppen-Umfeld mit sich bringen kann. 

Es sind vor allem neu gewonnene Freundschaften, die durch die Verbindung einer gemeinsamen psychedelischen Erfahrung einen besonderen Wert bekommen und die einem während der Integrationsphase beiseite stehen. 

In dieser Folge des SET und SETTING Podcasts berichtet ein ehemaliger Retreat-Teilnehmer u.a. über weitere Erfahrungen innerhalb der Gruppe. 

FAKT 9: Für optimale Verpflegung ist stets gesorgt.

Ein Retreat ist auf eine ganzheitliche Erfahrung ausgelegt. Dazu gehört eine gesunde Verpflegung, um die du dich nicht zu kümmern brauchst, damit dein Fokus auf dich und die gemachten Erfahrungen gerichtet bleiben kann. 

Die meisten Retreats bieten eine leichte Küche an, häufig vegan und in Bio-Qualität, sodass dein Körper mit allem versorgt ist, was er braucht.

Vor der eigentlichen Trüffel-Zeremonie wird darauf geachtet, dass nur wenig bis gar nicht gegessen wird, damit die Verdauung keinen Einfluss auf die “Reise” nimmt.

FAKT 10: Generell verfolgen sie keinen therapeutischen Ansatz.

Der Großteil aller Trüffel-Retreats ist auf eine Verbesserung der jetzigen Lebenssituation aller Teilnehmenden ausgelegt. Dabei geht es vorrangig um persönliches Wachstum und viele Veranstalter nehmen von dem Ansatz Abstand, auch therapeutische Zwecke zu erfüllen. Zwar wird die psychedelische Zeremonie häufig von Psychologen begleitet, doch sind gerade psychischen Erkrankungen, wie z.B. eine Depression, ein Grund für die Ablehnung einer Retreat-Teilnahme.

Der Auswahlprozess während der Anmeldephase ist so gestaltet, dass die Sicherheit aller Teilnehmenden gewährleistet ist. 

Literaturangaben

[1] Smigielski, L., Kometer, M., Scheidegger, M., Krähenmann, R., Huber, T., & Vollenweider, F. X. (2019). Characterization and prediction of acute and sustained response to psychedelic psilocybin in a mindfulness group retreat. Scientific reports, 9(1), 14914.

[2] Shao, L. X., Liao, C., Gregg, I., Davoudian, P. A., Savalia, N. K., Delagarza, K., & Kwan, A. C. (2021). Psilocybin induces rapid and persistent growth of dendritic spines in frontal cortex in vivo. Neuron, 109(16), 2535–2544.e4.

[3] Kettner, H., Rosas, F.E., Timmermann, C., Kärtner, L., Carhart-Harris, R.L., Roseman, L. (2021). Psychedelic Communitas: Intersubjective Experience During Psychedelic Group Sessions Predicts Enduring Changes in Psychological Wellbeing and Social Connectedness. Frontiers in Pharmacology. 12.



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